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Girls´Day 2011 an der Goethe-Universität - Fußball spielende Roboter, Atomkleber und die Chemie des Lippenstifts

 

 

Am Donnerstag, den 14. April war es wieder soweit: Die naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Goethe-Universität öffneten im Rahmen des bundesweiten Girls´ Day ihre (Labor-) Türen. Erstmals beteiligte sich auch der Fachbereich Informatik und Mathematik am gemeinsamen Girls´ Day. So konnten für über 80 Mädchen Plätze angeboten werden, welche innerhalb weniger Tage vergeben waren.

 

000_0030Am Mädchenzukunftstag „Girls´ Day“ erhalten Schülerinnen ab der 5. Klasse einmal im Jahr die Möglichkeit, einen Einblick in Tätigkeiten und damit in den Arbeitsalltag von Berufen zu bekommen, die häufig noch als „frauenuntypisch“ gelten. Von alleine ziehen viele Schülerinnen diese Berufe nicht als eigene Zukunftsperspektive in Erwägung. Durch praktische Einblicke in  naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder und die Erprobung ebensolcher Fähigkeiten bekommen die Schülerinnen Anstöße zum Überdenken beruflicher Optionen und den Anreiz, diese Berufe in ihre Zukunftsplanung einzubeziehen.

 

_MG_4060Vizepräsidentin Prof. Dr. Maria Roser Valenti  begrüßte die Teilnehmerinnen des Girls´ Days 2011. Valenti, selbst Professorin der Physik, ermunterte die Mädchen „wirklich alle Möglichkeiten der Berufswahl zu nutzen“ und die Gelegenheit zu ergreifen am Girls´ Day „tief in die verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereiche an der Universität hineinzuschauen “. Abschließend betonte sie, dass sie sich freuen würde, „wenn sie die Mädchen bald als Studentinnen auf dem Campus Riedberg begrüßen könnte“!

 

Als Einstimmung auf den bevorstehenden Aktionstag hielt Prof. Dr. Roger Erb aus dem Institut für Didaktik der Physik einen kurzen, unterhaltsamen Vortrag und beeindruckte die Mädchen mit einfachen, aber verblüffenden physikalischen Experimenten.

 

Danach wurden die Mädchen auf die verschiedenen Arbeitsgruppen verteilt, für die sie sich bereits bei der offiziellen Anmeldung auf der Girls´ Day Webseite entschieden hatten. Die Teilnehmerinnen des Fachbereiches Informatik und Mathematik traten den Weg zum Campus Bockenheim an, wo sie unter anderem Fußball spielende Roboter beobachten durften, erfuhren, wie man mit Mathematik Spiele gewinnt, warum man kleine Kratzer auf der CD nicht hört und weshalb Postboten keine T-Kreuzungen mögen. Außerdem bestand die Gelegenheit, Studentinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Fragen rund ums Studium zu stellen und Berufsmöglichkeiten zu erörtern.

 

_MG_4153Im Fachbereich Chemie prüften die Mädchen Kosmetika auf ihre Inhaltsstoffe. Wie funktioniert eigentlich ein Selbstbräuner? Wann schützen Handcremes und wann pflegen sie? Woraus besteht eine Seife? Zur Veranschaulichung konnten die Teilnehmerinnen auch einige Produkte  - wie Shampoo, Waschlotion und Labello - selbst herstellen.

 

Im Bereich der Physikalischen und Theoretischen Chemie wurde den Mädchen der Werdegang einer elektronischen Schaltung von der Idee über den Entwurf am PC, der Herstellung der Leiterplatte, dem Bestücken und Löten bis hin zur Programmierung eines Mikrocontrollers aufgezeigt. Und es bestand natürlich auch die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und eigene Lötversuche zu unternehmen.

 

Was passiert auf der Sonnenoberfläche? Was ist der „Kleber“, der die Atome zusammenhält? Wie kann Physik im Alltag, für Technik und für den Mensch genutzt werden? Was genau passiert in Metallen, wenn man sie abkühlt? Und wozu kann das dienen? Im Fachbereich Physik wurden die Teilnehmerinnen in die Welt der physikalischen Fragestellungen eingeführt und lernten die Arbeitsweise und das Arbeitsumfeld einer PhysikerIn kennen. Schließlich konnten die Mädchen im Rahmen eines kleinen Physikwettbewerbs ihr kreatives und physikalisches Geschick unter Beweis stellen.

 

P1020564In der Feinmechanik des Institutes für Geowissenschaften durften die Schülerinnen selbstständig ein Namensschild gravieren und bei der Herstellung eines Ringes zuschauen. Beide Produkte durften selbstverständlich mit nach Hause genommen werden!

Zum Angebot gehörte außerdem eine Führung durch die Werkstattzentrale und das Geozentrum, sowie eine kurze Einführung in die verschiedenen Arbeitsbereiche.

 

Unter Leitung von Prof. Dr. Boris Bonn aus dem Institut für Atmosphäre und Umwelt führten die Mädchen mehrere Experimente zur Atmosphärenchemie durch und verbrachten den Nachmittag am Taunus-Observatorium auf dem kleinen Feldberg, wo sie die CO2-Aufnahme des Waldes direkt erfassen konnten.

 

Dieses breite Angebot lobt die Frauenbeauftragte der Universität, Dr. Anja Wolde: „Ich freue mich sehr über das Engagement der vielen Kollegen und insbesondere Kolleginnen, die den Mädchen einen eindrucksvollen und hoffentlich zukunftsweisenden Tag ermöglicht haben und zum Teil seit Jahren den Girls´ Day tragen.“ Sie begrüßt nicht nur die Kooperation der naturwissenschaftlichen Fachbereiche, die den Girls´ Day 2011 bereits zum vierten Mal gemeinsam durchgeführt haben, sondern auch das Engagement von Seiten der Geo-Agentur, die gemeinsam mit der Koordinierungsstelle der Fachbereiche 11-15 die zentrale Planung und Koordination des Girls´ Day 2011 übernommen hat. Die Finanzierung _MG_4102des Girls´ Days war über den Ruth-Moufang-Fond gesichert.

 

Und so unterschiedlich der Tag für die Mädchen auch verlief, gab es doch eine einheitliche Meinung: Der Girls´ Day an der Goethe-Universität war super!

 

 

 

 

 

 

 

geändert am 20. Juni 2011  E-Mail: Geo-AgenturGeo-Agentur@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 20. Juni 2011, 11:39
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/geoagentur/aktionen/Girls_Day_Riedberg/GD_2011/index.html