|
|
 |
|
 |
Forschungsschwerpunkt
Wirtschaftsgeographische Globalisierungsforschung und performative Ökonomie
|
 Forscherinnen und Forscher des Schwerpunkts:
 Dzudzek, Iris Heeg, Susanne Lindner, Peter Ouma, Stefan Schamp, Eike W. Zunic, Rocco |
|
Wir verstehen unsere Forschung im Sinne einer pluralistischen Wirtschaftsgeographie, die politökonomische, sozioökonomische und kulturtheoretisch informierte Ansätze vereint, um die Intensivierung grenzüberschreitender Bewegungen von Kapital, Gütern, Arbeitskräften und Ideen im globalen Zeitalter auf theoretischer sowie empirischer Ebene zu fassen.
Der Schwerpunkt unserer Forschungsprojekte liegt auf der mit Globalisierungsprozessen verbundenen weltweiten Ausbreitung von Märkten und marktwirtschaftlichen Steuerungsprinzipien. Diese wird getragen von internationalen Organisationen und transnationalen Unternehmen, einer in globalen Wertschöpfungsketten organisierten Produktion, neuen Konsummustern, weltweit verfügbaren Politik-Rezepten und wissenschaftlichen Modellen mit vermeintlich universaler Gültigkeit. Wir verstehen Märkte jedoch keineswegs als präkonfigurierte, quasi natürliche Entitäten, sondern als soziale Projekte und praktische Realisierungen ökonomischer Modelle, die sich aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven rekonstruieren lassen. Dabei stehen die Voraussetzungen, Mechanismen und Folgen von marktwirtschaftlichen Steuerungsprinzipien im Zentrum unseres Forschungsinteresses.
|
| |
|
Kulturelle Geographien der Ökonomie und Performativität von Märkten In theoretisch-konzeptionellen Arbeiten versuchen wir die Beziehung zwischen ökonomischen Modellen und ökonomischen Praktiken zu rekonstruieren. Die beiden thematischen Schwerpunkte „kulturelle Geographien der Ökonomie“ und „Performativität von Märkten“ schließen dabei sowohl sozioökonomische wie auch poststrukturalistische Perspektiven mit ein. Ein längerfristiges Projekt ist die Förderung eines interdisziplinären Austauschs und die bessere Vernetzung von ForscherInnen in diesem Themenfeld durch Workshops und Fachsitzungen auf Kongressen.
 |
 |
Märkte, Regionalentwicklung und politische Steuerung Das Arbeitsgebiet „Märkte, Regionalentwicklung und politische Steuerung“ befasst sich mit der politisch gelenkten Ausbreitung von Märkten in Stadtregionen, die einem immer stärkeren globalen Wettbewerb ausgesetzt sind. Bislang relativ autonome Teilbereiche der Gesellschaft wie beispielsweise Kunst, Kultur und Wissenschaft werden im Zuge dieser Entwicklung einem neuerlichen Verwertungsdruck ausgesetzt. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Schlagwort der „kreativen Stadt“ gehört ebenso zu diesem Themenfeld wie Forschungen zum Zusammenhang zwischen Veränderungen auf globalen Finanzmärkten und der Restrukturierung regionaler Immobilienmärkte.
 |
 |
Globalisierung und Nord-Süd-Beziehungen Die Arbeiten in diesem Forschungsfeld untersuchen die Rekonfiguration von Nord-Süd-Beziehungen im Zuge der regulatorischen, funktionellen und soziotechnischen Integration von Wertschöpfungsketten und Produktionssystemen sowie die damit einhergehenden sozialen und ökonomischen Konsequenzen für regionale Ökonomien (Ghana, Kenia) und transnationale Wirtschaftsräume (NAFTA, v.a. USA und Mexiko). Dabei sind wir insbesondere an der Erklärung der spezifischen Dialektik gegenwärtiger Integrations- und Fragmentierungsprozesse interessiert: Während – etwa durch allgemeine Handelsliberalisierungen – Grenzen und Regeln in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen aufgehoben werden, finden in anderen gleichzeitig neue Grenzziehungen und Prozesse zunehmender Verregelung (z.B. Standards) statt.
 |
|
Vermarktlichungsprozesse in Transformationsstaaten Für Versuche der praktischen Umsetzung ökonomischer Modelle sind die ehemaligen Zentralplanwirtschaften Osteuropas eines der prominentesten Beispiele. „Transformation“ bedeutet aber nicht nur einen fundamentalen Wandel ökonomischer Praktiken, sondern auch die Neuaushandlung von Machtverhältnissen, Identitäten und Legitimitätskriterien. Diesen Prozess, der zugleich Widerstände hervorruft wie auch Entwicklungsperspektiven bietet, untersuchen wir derzeit im Hinblick auf eine neue geopolitische Identität Russland nach dem Ende der Sowjetunion sowie am Beispiel von Privatisierungs- und Vermarktlichungsprozessen im ländlichen Raum.
 |
|
Geographien transnationaler Unternehmungen Globalisierungsprozesse drücken sich in der räumlichen Ausdehnung, aber auch der raum-zeitlichen Fragmentierung wirtschaftlicher Aktivitäten als Folge von Outsourcing, Offshoring, Nearshoring und projektbasierten Interaktionsformen aus. Davon ausgehend untersuchen wir, wie Prozesse der Produktentwicklung, Produktion und Vermarktung sowie des Wissenstransfers in ausgedehnten Unternehmensnetzwerken über große Distanzen organisiert, gesteuert und praktiziert werden.
 |
|
|
Zurück zu den Forschungsschwerpunkten
|
|
geändert am 07. April 2011 E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de
|
|
Zur Navigationshilfe
|