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Forschungsschwerpunkt

Neoliberalisierung des Städtischen

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Forscherinnen und
Forscher des Schwerpunkts:

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  Belina, Bernd
  Hasse, Jürgen
  Heeg, Susanne
  Künkel, Jenny
  Marquardt, Nadine
  Pütz, Robert
  Rodatz, Mathias
  Rosol, Marit
  Schipper, Sebastian
  Schreiber, Jens
  Schreiber, Verena
  Schwedes, Christian
  Silomon-Pflug, Felix
  Vogelpohl, Anne
  Wucherpfennig, Claudia

Unsere Forschung zu neoliberaler Stadtentwicklung steht in der Tradition einer Stadtforschung, die das Städtische dialektisch als Ausdruck und Produzent gesellschaftlicher Verhältnisse ansieht und diese Verhältnisse in den Mittelpunkt der Analyse stellt.

Im Anschluss an internationale Debatten bezeichnen wir veränderte Politikmuster, konkret die Trends der Privatisierung, Deregulierung und Kommodifizierung sowie der Etablierung neuer Wohlfahrtsregime in den Städten, als Neoliberalisierung von Stadtpolitik. Gegenstand unserer Forschungsprojekte innerhalb des Schwerpunktes ist die Rückbindung gegenwärti-ger Prozesse der Stadtentwicklung an veränderte gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen. Bei der Formierung und Durchsetzung stadtpolitischer Strategien und Programme greifen globale Trends und Interdependenzen ebenso wie Pfadabhängigkeiten und lokale Transformationsleistungen. Ein Ausloten dieses Spannungsfeldes verbindet die verschiedenen Forschungsprojekte. Im Mittelpunkt der Analyse stehen dabei die veränderten Politikmuster, Akteurskonstellationen, die Neuordnung von Handlungsspielräumen sowie der Bedeutungsgewinn der lokalen Ebene. Mit Hilfe von materialistischen und poststrukturalistischen Ansätzen gehen wir der Frage nach, wie sich die Neoliberalisierung des Städtischen in Diskursen und Praktiken sowie der gebauten Umwelt vollzieht und welche lokalpolitischen Konsequenzen die Formierung neuer Leitbilder und Instrumente hat.

Forschungsverbund

1Pixelorange Neuordnungen des Städtischen im neoliberalen Zeitalter

Im Forschungsverbund werden Dynamiken und Effekte der Neuordnung des Städtischen im neoliberalen Zeitalter anhand von Prozessen städtischer Politikformulierung und daran anschließender Praktiken erforscht. Fünf Einzelprojekte, die seit 2010 in einem für drei Jahre von der DFG geförderten Paketantrag angesiedelt sind sowie zwei weitere assoziierte Projekte untersuchen dies anhand unterschiedlicher stadtpolitischer Felder: Kreativitäts- und Diversity-Ansätze, Kulturpolitik, Migrationspolitik, Sicherheitspolitik, Wirtschaftspolitik, städtischer Verwaltungsarbeit sowie dem lokalen Wohlfahrtsstaat. Der Verbund ist aus der Zusammenarbeit im Rahmen des „Forschungsschwerpunkts Europäische Stadt- und Regionalentwicklung (ESR)“ hervorgegangen, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an der Goethe-Universität seit vielen Jahren fachübergreifend bei der Untersuchung verschiedener Phänomene der Stadtentwicklung kooperieren. [Mehr...]

Außerdem bearbeiten wir die folgende Themenbereiche im Einzelnen: 

1Pixelorange Sicherheit
In einer Reihe von Arbeiten untersuchen wir die gegenwärtige Bedeutung von Sicherheit als neuem Leitbild der Stadtentwicklung und den damit einhergehenden Bedeutungsgewinn der städtischen Ebene in der Sicherheitsproduktion. Kritisch hinterfragt wird hier die ordnungspolitische Wende, die in den aktuellen städtischen Sicherheitspolitiken zum Ausdruck kommt.  
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1Pixelorange Urban Governance
In Bezug auf urban governance interessiert uns vor allem die Aufwertung der sub-kommunalen bzw. Quartiersebene sowie die Einbeziehung nicht-staatlicher Akteure. Für die Analyse der Rolle von Zivilgesellschaft greifen wir u.a. auf das aus der Gouvernementalitätsschule stammende Konzept „Regieren durch community“ zurück  
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1Pixelorange EU-Städtepolitik
In den Arbeiten zur Wechselwirkung zwischen EU-Städtepolitik und lokaler Stadtpolitik geht es uns darum, wie sich Kommunen auf die europäische Städtepolitik einstellen und in welcher Weise Interessen der Kommunen auf die europäische Städtepolitik zurückwirken.  
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1Pixelorange Finanz- und Wirtschaftskrise
Des Weiteren untersuchen wir die Auswirkungen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise auf lokale Regulationsformen. Im Vordergrund stehen dabei die Fragen, inwiefern sich die globale Krise materiell auf lokaler Ebene auswirkt, ob hegemoniale Leitbilder der neoliberalen bzw. unternehmerischen Stadt dadurch tangiert werden und welche veränderten lokalen Regulationsweisen womöglich als (prekäre) Antworten entstehen.  
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1Pixelorange Veränderte Lebens- und Wohnformen
Die Neoliberalisierung der Städte drückt sich letztlich in veränderten Lebens- und Wohnformen aus. In der phänomenologischen Perspektive rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Menschen „ihre“ Stadt erleben (pathische Dimension). Die subjektive Perspektive wird (entgegen phänomenlogischen Forschungstraditionen) mit Analysen zur menschlichen Vergesellschaftung verknüpft.  
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1Pixelorange Wohnungspolitik und Wohnungsmarktentwicklungen
Im Bereich kommunaler Infrastrukturen untersuchen wir Wohnungspolitik und Wohnungsmarktentwicklungen in städtischen Regionen. Von besonderem Interesse dabei sind die staatlichen und kommunalen Regulationsinstrumente zur Sicherstellung von Segmenten einer marktfernen Wohnungsversorgung. Weiterhin untersuchen wir stadtpolitischen Auseinandersetzungen um steigende Mieten und Verdrängungsdynamiken im Zusammenhang mit Gentrificationprozessen.  
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1Pixelorange Soziale stadtbezogene Protestbewegungen
Eng verbunden mit den neoliberalen Neuordnungen der Städte ist die Herausbildung einer neuen Generation sozialer stadtbezogener Protestbewegungen. Von besonderem Interesse für uns ist dabei die Konstitution neuer Bündnisse und die Formierung neuartiger Akteure in den Arenen städtischer Politik.  
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geändert am 16. August 2011  E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 16. August 2011, 06:03
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Forschung/schwerpunkte/Neoliberalisierung/index.html