Unternehmensexkursion 2011
Die GEOPRAX-Unternehmensexkursion im Jahre 2011 stand unter dem Thema „Erneuerbare Energien“. Unser Ziel war das Hauptquartier der JUWI Gruppe in Wörrstadt, Rheinland-Pfalz. Die Dimension dieser Unternehmung sollte uns schon bei der Anfahrt bewusst werden: Von Weitem war ein Windpark zu sehen, der zusätzlich von einer großflächigen Photovoltaik-Anlage umgeben war, ergo Produktion von „sauberem“ Strom für die Region. Nur einige hundert Meter entfernt liegt der Firmensitz. Nach eigenen Angaben von JUWI stellt er das „energieeffizienteste Bürogebäude der Welt“ dar. Übertrieben? „Wahrscheinlich nicht“, urteilte der Großteil der Teilnehmer*innen. Dieser Eindruck sollte durch eine beeindruckende Hausführung bestätigt werden. Während des einführenden Vortrags von Peter Glasstetter, einem der mittlerweile 1000 Mitarbeiter*innen des Unternehmens und selbst Geograph, konnte man spüren, dass JUWI mehr als eine Unternehmung ist: Man könnte von einem Lebensgefühl, gar von einer sanften Ideologie sprechen. „100 % erneuerbar“ ist der Name der kooperierenden Stiftung, sowie die Einstellung vieler (nicht nur) dort arbeitenden Menschen. Ein „New Green Deal“ also, passend zum Wunsch einer deutschen grünen Partei? Ein Deal auf jeden Fall, denn unüberschaubar ging es hier auch um knallhartes Business. Glasstetter referierte über Zahlen, Märkte und Zukunftspotenziale. Eindrucksvoll war der Einblick in diese noch junge Branche, die sich nicht von Marktmechanismen, Lobbyismus und politischem Kalkül freisprechen kann. „So ist das nun mal heutzutage“, war die einfache, aber ehrliche Antwort, denn eigentlich ginge es ja „um die Sache“. Und die macht JUWI in den Bereichen der Beratung, Planung, Entwicklung und Realisierung anscheinend exzellent. Erfolgreiche Projekte auf der ganzen Welt, euphorisches Wachstum und zufriedene Mitarbeiter*innen sind nur einige Attribute, die genannt wurden. Angebote auf der ganzen Linie der erneuerbaren Energien machen JUWI mit rund 1000 Mitarbeiter*innen zu einem der „Global Player“. Was heißt das nun für junge, motivierte Hochschulabsolvent*innen? Gute Berufsaussichten liegen eben nicht nur in den großen Metropolregionen des Landes, sondern auch dezentral – entsprechend der Vision zur nachhaltigen Versorgung mit erneuerbaren Energien. Also vielleicht schon bald nebenan.
Bericht: Teilnehmer der Exkursion
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