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| Wozu eine Forschungswerkstatt Kritische Geographie? |
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Trotz der beiden aktuellen Themenhefte „Kritische Geographie“ von ACME: An International E-Journal for Critical Geographies (H. 3, 7. Jg. 2008) und Geographische Revue (H. 2, 10. Jg. 2008) sowie zahlreicher anderer Aktivitäten gilt nach wie vor, dass Kritische Geographie in der BRD am Rande der Disziplin stattfindet. Theorieströmungen, politische Initiativen und Themen, die für andere Disziplinen und für die Geographie anderswo prägend waren – etwa marxistische, feministische und antirassistische Debatten –, waren und sind hierzulande entweder Randphänomene oder vollkommen außen vor. Was vor allem fehlt, ist ein Ort für explizit kritische Debatte geographischer Inhalte. Einen eben solchen will die Forschungswerkstatt Kritische Geographie zum nunmehr zweiten Mal bieten. Erneut wird „Kritische Geographie“ als recht offener Oberbegriff verwendet, unter dem in erster Annäherung eine politisch engagierte Wissenschaft in der Tradition von Marx, Foucault und feministischen Theorien verstanden werden kann, die sich in herrschafts- und machtkritischer Weise und mit Bezug zu sozialen Kämpfen konkreter Themen annimmt und diese, in Überwindung des akademischen Konkurrenzprinzips, im Austausch miteinander zu bearbeiten versucht. Dieser Art von Wissenschaft sieht sich die Forschungswerkstatt Kritische Geographie verpflichtet. |
| Zur Form |
Die zweite Forschungswerkstatt Kritische Geographie soll erneut primär ein Forum der Diskussion von Studierenden, Promovierenden und etablierte(re)n Wissenschaftler/inne/n sein, dessen Inhalt und Form den Bedürfnissen der Teilnehmer/innen folgt. Es wird wieder eine gemischte Struktur aus Inputs und Diskussionen im Plenum, Arbeitsgruppen zu verschiedenen Inhalten, Open Spaces sowie Abendveranstaltungen geben. Die Inputs sollen breitere Themen von wissenschaftlicher und/oder politischer Aktualität behandeln, dabei Themenfelder öffnen, Überblicke geben, Kontroversen innerhalb kritischer Debatten verdeutlichen und zur Diskussion einladen. Im Zentrum stehen die Arbeitsgruppen, deren Inhalte von Teilnehmer/inne/n vorbereitet und gestaltet werden. Die Forschungswerkstatt Kritische Geographie steht und fällt deshalb mit EUERER Initiative. Bei der Online-Anmeldung werdet Ihr gebeten, Euere Themen ein-zubringen. Möglich und erwünscht sind vor allem Kurzvorstellungen eigener Projekte (Abschlussarbeiten, work in progress-Berichte inkl. offener Fragen, Organisierungs- und politi-sche Aktivitäten) und Diskussionen zu vorbereiteten Themen (Theoretisches, Tagespolitisches, Methodisches, Lehre), gerne anhand von Texten, um deren Zirkulation unter allen Teilnehmenden sich das Organisationsteam kümmern kann. Die Open Space-Zeitfenster bieten die Gelegenheit, spontan aufkommende Themen zu diskutieren. Schließlich sollen in den Abendveranstaltungen die Reflexion eigener Positionen und Praxis, die Vernetzung und nicht zuletzt die Party nicht zu kurz kommen. |
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organisation
Organisatorisches |
| Anmeldung: |
bis zum 15.05. online unter https://www.umfragen.uni-frankfurt.de
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| Teilnahmegebühr: |
€ 30 (Vollzahler/innen) bzw. € 20 (bis max. halbe Stelle) für vegetarische/vegane Vollverpflegung (2 × Frühstück, 2 × Mittagessen, 2 × Abendessen); Bankverbindung wird mit der Anmeldebestätigung verschickt
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| Übernachtung: |
bestehen im Institut für Irrelevanz; bitte Schlafsack und Matte mitbringen; eine Dusche steht dort leider nicht zur Verfügung.
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| Fahrtkostenumverteilung: |
Bei Interesse helfen wir dabei, eine Umverteilung der Fahrtkosten zu organisieren zwischen Teilnehmer/inne/n, die Zuschüsse bekommen, und solchen, die privat zahlen müssen.
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| Anreise: |
vgl. Plan auf http://anfahrt.kritischegeographie.de
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Geplantes Programm |
Freitag, 29.05.2009, ab 14 Uhr (s.t.) • Input: Nadine Marquardt und Henning Füller (Frankfurt/M.): Stadt und Gouvernementalität • Arbeitsgruppen • Berichte aus Instituten, Gruppen & Initiativen („open mic“)
Samstag, 30.05., ab 10 Uhr (s.t.) • Input: John Kannankulam (Frankfurt/M.): Zur Kritik des EU-Migrationsregimes • Input: Mihai Balan (Europäischer Verband der Wanderarbeiter) & Kirsten Huckenbeck (Re-daktion express): Kein Ort - nirgends? Viele Orte - überall? Wanderarbeit und Organisierung • Arbeitsgruppen / Open Space • Party
Sonntag, 31.05., 10 Uhr (s.t.) bis 15 Uhr • Input: Anke Strüver (Kassel): Körpermacht und Machtkörper! • Arbeitsgruppen / Open Space / Abschlussdiskussion |
geändert am 19. März 2009 E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de
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