|
language:    
Forschungsprojekt
Die Privatisierung des öffentlichen Raums: Gated Communities in Moskau
|
|
 |
| Leitung: |
S. Lentz (Inst. f. Länderkunde/Leipzig), Peter Lindner |
 Wohngebiet der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau |
| Bearbeitung: |
S. Lentz (Inst. f. Länderkunde/Leipzig), Peter Lindner |
| Förderung: |
Eigenmittel |
| Dauer: |
2002-2005 |
Veröffentlichungen (Auswahl): |
- Lentz, Sebastian. 2005. More Gate, Less Community? Guarded Housing in Russia. In: Glasze, Georg, Chris Webster und Klaus Frantz (Hg.). 2005. Private Cities: Global and Local Perspectives. London/New York. Im Druck.
- Lentz, Sebastian und Peter Lindner. 2003. Die Privatisierung des öffentlichen Raumes: Soziale Segregation und geschlossene Wohnviertel in Moskau. In: Geographische Rundschau 55 (2003, 12). S. 50-57.
|
| Projektbeschreibung |
| Für den städtischen Raum bedeutete das Ende der Sowjetunion eine fundamentale Neuordnung des Verhältnisses zwischen öffentlicher und privater Sphäre – in wirtschaftlicher ebenso wie in politischer Hinsicht. Der Rückzug des Staates und die Entstehung eines freien Wohnungsmarktes ebneten den Weg für eine sozialräumliche Segregation, die ihren wohl provozierendsten baulichen Ausdruck in der rasant ansteigenden Zahl bewachter Wohnkomplexe und nach außen abgeschotteter Stadtviertel findet. Dem marktwirtschaftlichen Grundkonsens mussten sich städteplanerische und raumordnerische Anliegen unterordnen, wodurch Teile des gerade erst von politischer Kontrolle frei gewordenen öffentlichen Raums erneut der Nutzung durch die Allgemeinheit entzogen wurden – „Kaufkraft“ bildet nun den neuen Regulationsmechanismus für Zugänglichkeit. Faktisch wird so nicht nur das öffentliche Gut „Sicherheit“ teilprivatisiert, sondern auch die Verantwortung für die Bereitstellung einer Infrastruktur im Wohnumfeld (Schulen und Kindergärten, Freizeiteinrichtungen, Zugang zu Medien und Internet), die als Ausgleich für die ohnehin schichtspezifisch hochgradig ungleiche Chancenverteilung eine wichtige Funktion zu erfüllen hätte. |
|
geändert am 20. April 2011 E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de
|
|
Zur Navigationshilfe