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Forschungsprojekt
Property Rights and Communal Services: The Implementation of Local Self-Government in Rural Russia
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| Leitung: |
Peter Lindner, Alexander Vorbrugg |
 In lokaler Initiative errichtete Kapelle im Dorf Dubrovka/Gebiet Brjansk
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| Bearbeitung: |
Alexander Vorbrugg, Peter Lindner |
| Projektpartner: |
Aleksandr Nikulin, Moscow School of Social and Economic Sciences |
| Förderung: |
Weltbank, Eigenmittel, Deutsche Forschungsgemeinschaft (2010-2014) |
| Dauer: |
2007-2014 |
| Veröffentlichungen (Auswahl): |
- Moser, Evelyn und Peter Lindner. 2011. Dezentralisierung im Zeichen der Machtvertikale: Paradoxien der Einführung einer lokalen Selbstverwaltung im ländlichen Russland. In: Geographische Rundschau 63 (2011, 1). S. 28-35.
- Lindner, Peter und Evelyn Moser. 2009. (De-)Centralizing Rural Russia: Local Self-Governance and the “Power Vertical”. In: Geographische Rundschau International Edition 5 (2009/3). S. 12-18.
- Lindner, Peter, Evelyn Moser und Aleksandr Nikulin. 2008. Local Self-Governance, Participation and Civic Engagement in Rural Russia. Washington (unveröffentl. Gutachten im Auftrag der Weltbank).
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| Projektbeschreibung |
| Bereits in den 1990er Jahren wurde in Russland eine umfassende Gesetzgebung zur Einführung einer lokalen Selbstverwaltung verabschiedet. Von einer konsequenten Umsetzung kann zwar keinesfalls gesprochen werden, aber angesichts der Schwäche des Zentralstaates gewann die lokale Verwaltungsebene in dieser Zeit in vielen Regionen erheblich an Bedeutung. Die Rezentralisierung unter Präsident Putin im Allgemeinen und das neue Selbstverwaltungsgesetz aus dem Jahr 2003 im Besonderen haben die Voraussetzungen jedoch grundlegend geändert. Sinkende Handlungsspielräume und eine geringere politische Bedeutung gehen nun einher mit einer fortbestehenden Überlastung der Kommunen, die daraus resultiert, dass das Aufgabenspektrum der Gemeindeverwaltungen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht bewältigt werden kann. In dieser Situation sind allerorts „wilde Restrukturierungen und Privatisierungen“ in Form von informellen und z.T. auch illegalen Arrangements zwischen Behörden, lokalen Eliten und der Bevölkerung zu beobachten. Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Arrangements zustande kommen und aussehen, welche Legitimitätsvorstellungen und Machtdifferenzen entscheidend sind und welche neuen Formen von Eigentums- bzw. Nutzungsrechten in diesem Rahmen geschaffen werden. |
geändert am 25. April 2011 E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de
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