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Forschungsprojekt
Der neue globale Agrarmarkt und seine unscharfen Ränder: Formen und Folgen der Integration von Kleinbauern in transnationale Warenketten am Beispiel Ghanas
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| Leitung: |
Marc Boeckler, Peter Lindner |

 Anbau von Bio-Mangos für den europäischen Markt in Nordghana |
| Bearbeitung: |
Stefan Ouma; Marc Boeckler, Peter Lindner |
| Projektpartner: |
Kojo Amanor, University of Ghana |
| Förderung: |
Deutsche Forschungsgemeinschaft |
| Dauer: |
2010-2013 |
| Veröffentlichungen (Auswahl): |
Ouma, Stefan, Marc Boeckler und Peter Lindner. 2011. Extending the Margins of Marketization: Frontier Regions and the Making of Agro-Export Markets in Northern Ghana. In: Geoforum (submitted for review).
Ouma, Stefan, Marc Boeckler und Peter Lindner. 2011. Beyond Chains and Networks: Frontier Regions and the Making of Agro-Export Markets in Northern Ghana. In: Gertel, Jörg (Hg.). 2011. Disrupting Territories. London (accepted for publication).
Ouma, Stefan und Peter Lindner. 2010. Von Märkten und Reisenden: Geographische Entwicklungsforschung oder Wirtschaftsgeographien des Globalen Südens? In: Geographische Rundschau 62 (2010, 10). S. 12-19.
Lindner, Peter und Stefan Ouma. 2008. „Meet the Farmer“: Kleinbauern, Regionalentwicklung und der neue globale Agrarmarkt. In: Forschung Frankfurt 26 (2008, 3). S. 48-52. pdf 900kB
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| Projektbeschreibung |
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Der globale Agrarmarkt befindet sich in einem tief greifenden Umbruch. Nahrungsmittelkrisen und Lebensmittelskandale gehen einher mit steigenden Ansprüchen an Qualität und saisonunabhängige Verfügbarkeit von hochwertigen Agrarprodukten, die in Europa noch vor kurzem kaum bekannt waren. Im Zuge dieser Entwicklungen werden frontier regions – Regionen des Globalen Südens, in denen die landwirtschaftliche Produktion bislang der Selbstversorgung diente oder nur lokal gehandelt wurde – von Großunternehmen in Weltmarktbeziehungen integriert und fundamental umstrukturiert. Idealtypische Marktmodelle dienen dabei als Handlungsvorlage, müssen jedoch an lokale Bedingungen angepasst werden und bringen so neue Marktordnungen hervor. Diese Expansionsprozesse an den „unscharfen Rändern“ transnationaler Markt-Räume und ihre Folgen wollen wir anhand von zwei exemplarisch ausgewählten Anbauregionen in Ghana untersuchen, in denen erst vor kurzem mit der Produktion von Just-in-Time-Fruchtsalaten und Bio-Mangos für den europäischen Markt begonnen wurde. Physische ebenso wie symbolische Qualitätsanforderungen sind in diesen Marktsegmenten dafür verantwortlich, dass die Produktions- und Handelsroutinen traditioneller Agrargüter wie Kaffee, Kakao oder Zucker hier nicht übertragbar sind. Sechs sich ergänzende Perspektiven auf die neu entstehenden Arrangements sowie die Performativität von Marktmodellen bilden für uns den Ansatzpunkt der empirischen Arbeit: Die Definition neuer Produkte, die Preisfindung auf „schwachen“ Märkten, die Regelung des Wettbewerbs, die unterschiedlichen Marktmodelle als Referenzpunkte, Kontroll- und Sanktionsmechanismen sowie neue Kriterien sozialer Differenzierung als über den Agrarsektor hinausreichende Konsequenz der Marktexpansion.
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geändert am 05. Mai 2011 E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de
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