Navigationshilfe

logo_ihg
fb11_40geowissenschaften

Hauptnavigation

Seiteninhalt

Forschungsprojekt

Governance und Upgrading in Wertschöpfungsketten hochwertiger Agrarprodukte: Das Beispiel des Sheahandels in Ghana

   
Leitung: Peter Lindner, Stefan Ouma  
Bearbeitung: Kai Scholz
Förderung: Unique Forestry Consultants GmbH
Dauer: 01/05/2009 bis 31/10/2009

Veröffentlichungen:

 

Project Report: Governance and Upgrading in High Value Chains of Non-timber Forest Products – The Case of Ghana
Scholz, Kai. 2010. Governance and Upgrading in High-Value Chains of Non-Timber Products: The Case of Shea in Ghana. Unveröffentl. Diplomarbeit: Frankfurt. (pdf)

Projektbeschreibung

Ziel des Forschungsprojektes ist es, Ansatzpunkte für die Förderung der Integration benachteiligter Produzenten und Produzentenländer in globale agrarische Wertschöpfungsketten zu identifizieren. Im Sinn einer exemplarischen Fallstudie werden dazu die Governance-Strukturen und Upgrading-Potentiale in Shea-Wertschöpfungsketten in Ghana untersucht. Die Studie ist Teil des EU-Projekts Innovative Tools and Techniques for Sustainable Use of the Shea Tree in Sudano-Sahelian Zone (INNOVKAR).

Der Sheabaum (Vitellaria paradoxa; französisch: Karité) wächst wild in der Sahelzone des semi-ariden Afrikas innerhalb eines ca. 6.000 km x 500 km großen Gebiets von Senegal bis Uganda. Die Nuss des Baums wird traditionell v.a. in Westafrika von Frauen zu Sheabutter verarbeitet und gehandelt. Sheabutter stellt eine wichtige lokale Ressource zur Körperpflege und als Nahrungsmittel dar. Im globalen Norden wird Sheabutter in Kosmetikprodukten verwendet und das Fett der Nuss vor allem bei der Produktion von Schokolade als Kakaobutterersatz verarbeitet.

Aus der übergeordneten Fragestellung „Wie sind die Governance-Strukturen innerhalb der Shea Wertschöpfungskette charakterisiert, wie wirken sie sich auf die Upgrading-Potentiale lokaler Produzenten aus und über welche Aufwertungsstrategien können diese eine höhere Wertschöpfung bzw. Marktsicherheit erreichen?“ leiten sich vier Teilfragen ab: Welche Rolle spielen lokale Institutionen und externe Akteure bei der Governance der Shea-Wertschöpfungskette? Welche sozialen, regulatorischen und ökonomischen Faktoren beeinflussen die Governance der Shea-Wertschöpfungskette? Welche Implikationen haben diese Faktoren für Upgrading-Potentiale und -Kapazitäten von Primärproduzenten? Welche Ansatzpunkte bieten sich, um die Partizipation von Primärproduzenten in monetärer, organisationaler und struktureller Hinsicht zu verbessern?

Die konzeptionelle Grundlage des Projekts bildet der Ansatz der Global Value Chains (GVC) unter besonderer Berücksichtigung der Governance, des Upgrading und der territorialen Einbettung. Hier finden sich Bezüge zum Konzept der Global Production Networks (GPN). Durch die Berücksichtigung des letztgenannten Aspekts werden wichtige Variablen wie das lokale institutionelle Setting von Wertschöpfungsketten, Ethnizität, Gender-Strukturen und Verfügungsrechte über natürliche Ressourcen in die Analyse integriert. Damit werden strukturelle, organisationale und institutionelle Einflussfaktoren erfasst, die sich in positiver wie negativer Hinsicht auf Wertschöpfungskettendynamiken, Governance-Strukturen und Upgrading-Potentiale der Zielgruppe auswirken können.

 

geändert am 24. April 2011  E-Mail: Webmasteralban@em.uni-frankfurt.de

|

| Zur Navigationshilfe
empty

Seitenabschlussleiste


Druckversion: 24. April 2011, 22:21
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/lindner/lindner-8_Ketten/index.html